Teil 1 beginnt mit der Vorstellung von Siggi, einem Siebenschläfermännchen, das sich unter dem Dachvorsprung einer alten Scheune ein gemütliches Zuhause eingerichtet hat. Obwohl seine Artgenossen typischerweise auf Bäumen leben, hat Siggi sich an diesen ungewöhnlichen Ort angepasst. Als nachtaktives Tier, das sich von Nüssen, Eicheln und besonders Bucheckern ernährt, verbringt Siggi die Tage schlafend und geht erst in der Dunkelheit auf Nahrungssuche. Eine entscheidende Vorbereitung für den Winter ist das Anfressen eines dicken Fettpolsters, das ihn durch den achtmonatigen Winterschlaf in einem frostsicheren, unterirdischen Nest tragen soll.
Mit dem Herannahen des Herbstes verspürt Siggi die instinktive Unruhe, sich auf den Winterschlaf vorzubereiten. Doch in diesem Jahr steht er vor einer existenziellen Bedrohung: Eine Verletzung an einem seiner Fußballen, ein kleiner Kratzer oder Riss, schränkt seine Bewegungsfreiheit erheblich ein und verursacht brennende Schmerzen beim Versuch zu graben. Noch gravierender ist jedoch der Zustand des Bodens. Ein ungewöhnlich trockener Spätsommer ohne Regen hat das Erdreich „hart wie Beton“ verdichtet, sodass Siggi nicht einmal einen Zentimeter tief graben kann, um sein lebensnotwendiges, achtzig Zentimeter tiefes Winternest anzulegen.
