Gerede - Gespräche mit Siegfried

Da ist sie wieder, diese Stimme, die sich von Zeit zu Zeit bei mir (oder besser in mir) meldet und mir ins Gewissen redet. Manchmal meine ich, sie nur gehört zu haben, und dann ist sie wieder dermaßen eindringlich, dass ich sie nicht überhören kann, auch wenn ich es wollte. Ich habe die Stimme "Siegfried" getauft.

Siegfried ist mein Alter Ego. Er (also männlich!) ist permanent präsent, lässt sich nicht leugnen und nicht wegdiskutieren. Zu allem Überfluss hat er auch noch eine eigene Meinung, die nicht immer der meinen entspricht. Und gerade an diesem Punkt geraten wir uns des Öfteren in die Haare - wenn Siegfried denn Haare hätte. Ich werde mich mit ihm arrangieren müssen!

 

„Wo immer ich hingehe, folgt mir ein Hund namens EGO.“ (Nietzsche)

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Nach Dienstschluss

Eigentlich wollte ich in diesem kleinen Büchlein lediglich ein paar Erfahrungen niederschreiben, bei denen es sich meiner Meinung nach lohnt, sich daran zu erinnern oder davon gehört zu haben.

 

Diesen eher zurückhaltenden Anspruch korrigiere ich, weil mich die Lektüre des Buches von Doris Dörrie „Lesen, schreiben, atmen“ in meinem Schreibgebaren beeinflusst hat. Ich schreibe sehr gerne autobiographisch, reflektiere aber anscheinend mein Tun zu sehr.
Nach Dörrie sollte man jeden Tag zuerst einmal zehn Minuten am Stück drauflosschreiben. Anschließend kann man versuchen, eventuell Verschüttetes aus seinem bisherigen Leben wiederzufinden und je nach Bedarf aufzuarbeiten.

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